Joma-Polytec gehört zu Deutschlands Innovationsführern


Patente erlauben einen einzigartigen Einblick in die Innovationskraft von Unternehmen. Die Methode der Untersuchung im Überblick.

VON MICHAEL HASENPUSCH

Es ist eine Analyse der Superlative: Auf Basis von Millionen Patenten, die in mehr als 40 Patentämtern der Erde gemeldet sind, wertete das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos AG die Innovationskraft von 33 000 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für einen Zeitraum von zehn Jahren aus. Als Ergebnis wurden rund 3500 deutsche Innovationsführer identifiziert. Für Georg Klose, Leiter Digital Development bei der Prognos, ist es eine Analyse, die genau zur richtigen Zeit kommt: „Das Jahr 2019 markiert eine Zäsur. Zum einen sind viele neue, innovative Wettbewerber für deutsche Unternehmen auf den Markt gekommen, vor allem aus Asien. Zum anderen zeichnen sich auch technologische Umbrüche ab, beispielsweise durch die Künstliche Intelligenz. Innovation ist ein wichtiger Teil des Erfolgsgeheimnisses des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Es ist an der Zeit, die Innovationsstärke deutscher Unternehmen belastbar zu untersuchen.“

Blick in das Innovationsgeschehen

Die Analyse „Deutschlands Innovationsführer“ nutzt dabei Patente praktisch aller ökonomisch bedeutenden Staaten der Welt. „Als Indikator für Innovation bieten Patente einzigartige Vorteile“, sagt Klose. Üblicherweise würden neue Entwicklungen in Unternehmen geheim gehalten oder nur in rudimentärer Weise beispielsweise im Rahmen von Pressearbeit veröffentlicht. In Patenten hingegen werden die Neuerungen nicht nur sehr präzise beschrieben, die Patente werden zudem auch von den Patentämtern geprüft. „Dadurch erlauben Sie einen hochdifferenzierten Blick tief in das Innovationsgeschehen von Unternehmen weltweit.“

„Die Methode, die unsere Datenanalysten angewendet haben, um die Patentierungstätigkeit der Unternehmen zu analysieren, stützt sich im Wesentlichen auf zwei Eigenschaften, die gemeinsam den Begriff Innovationsführer bilden“, sagt Klose. „Zum einen messen wir die Innovativität einer Erfindung durch ihre Neuigkeit. Je weniger sie vorherige Patente zitieren muss, desto innovativer ist sie. Zum anderen haben wir ausgewertet, wie oft ein Patent von anderen Patenten zitiert wird: je höher die Zahl, desto stärker der Einfluss auf andere – die ‚Führung‘. Um Doppelzählungen zu vermeiden, wurden die Patente zu Familien zusammengefasst. Auch wurde ein Auswertungszeitraum von zehn Jahren gewählt, um den Einfluss auf andere Patente gut abschätzen zu können. Allerdings hat Innovation in verschiedenen Branchen eine ganz unterschiedliche Bedeutung, deshalb haben wir die Innovationsführerschaft für verschiedene 500 Bereiche gemessen“, sagt Klose.

Globale Sicht

Auch wenn die Studie „Deutschlands Innovationsführer“ heißt, bedeutet das nicht, dass nur Patente betrachtet wurden, die in Deutschland gemeldet wurden. „Der technische Fortschritt ignoriert Landesgrenzen. Ein von uns gekürter Innovationsführer muss sich global beweisen. Doch erst die Höhe des Anteils seiner Forschung und Entwicklung in Deutschland macht ihn auch zu einem deutschen Innovationsführer. Und diese können wir durch unsere Analyse erstmals beim Namen nennen“, resümiert Klose.

https://www.faz.net/asv/deutschlands-innovationsfuehrer/

 

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